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Netzwerkanalyse, die im Haus bleibt: der Allegro Network Multimeter

Wenn im Netzwerk etwas klemmt, willst du zwei Dinge gleichzeitig. Du willst schnell wissen, woran es liegt. Und du willst sicher sein, dass die Antwort dein Haus nicht verlässt. Über den ersten Punkt sind sich alle einig. Der zweite wird gerade zur strategischen Frage, denn ein Netzwerk-Analysegerät sieht praktisch alles, was über die Leitung geht: Adressen, Ports, Sitzungen, manchmal sogar Inhalte im Klartext. Wer diese Daten in eine fremde Cloud schickt, gibt ein Stück Kontrolle ab. Genau hier setzt der Allegro Network Multimeter an: volle Sicht aufs Netz, in Echtzeit, und das komplett im eigenen Haus.

Warum ein dediziertes Analysegerät und nicht das Notebook

Der Alltag in der IT klingt seit Jahren gleich: Eine Anwendung ist langsam, ein Dienst fällt aus, ein Videocall ruckelt. Der erste Verdacht fällt aufs Netzwerk. Nur ist die Ursachensuche selten trivial. Echtzeitdienste wie Teams, Zoom oder klassische VoIP-Telefonie stellen viel höhere Anforderungen als E-Mail und Web, und ihre Störungen fallen besonders unangenehm auf. Ein normales Notebook mit Mitschnitt-Software stößt bei Durchsatz und Aufzeichnungsdauer schnell an seine Grenzen.

Der Allegro Network Multimeter ist die Alternative: eine All-in-One-Box, die deinen Datenverkehr von Layer 2 bis Layer 7 in Echtzeit analysiert, mit Monitoring bis 400 Gbit/s und Aufzeichnung von bis zu 240 Gbit/s, je nach Modell. Bedient wird das Gerät über eine Weboberfläche im Browser, ganz ohne Zusatz-Client. Es hängt passiv am Spiegelport eines Switches oder als transparente Bridge im Pfad und greift nicht in den Verkehr ein.

Das eigentlich Starke ist der Ringpuffer. Der Allegro zeichnet durchgehend mit und erlaubt eine Analyse rückwärts in der Zeit. Du untersuchst also nicht nur, was gerade passiert, sondern auch das Problem von gestern um drei Uhr nachts, inklusive nachträglichem Export der passenden Pakete für Wireshark. Genau das verkürzt die Zeit bis zur Lösung, statt auf das nächste Auftreten zu warten.

Drei Probleme, die der Allegro im Alltag löst

Allegro Packets hat zehn typische Einsatzfälle zusammengestellt. Drei davon tauchen bei unseren Kunden besonders häufig auf.

VoIP und Unified Communications. Wenn Teams-Calls oder die Telefonie schlecht laufen, misst der Allegro RTP-Paketverlust, Jitter und SIP-Antwortzeiten in Echtzeit. Du siehst, ob die Störung intern liegt oder beim Provider, und welche Standorte oder Subnetze betroffen sind. Aus dem Bauchgefühl wird ein Befund.

Lückenlose Aufzeichnung. Sporadische Fehler lassen sich live kaum einfangen. Der Allegro nimmt den kompletten Verkehr durchgehend auf, bei den großen Modellen bis 240 Gbit/s, und du analysierst den Moment des Fehlers später in Ruhe. Kein „tritt gerade nicht auf“ mehr.

OT und Industrie. In Produktionsnetzen kostet jeder Stillstand bares Geld. Der Allegro macht Industrieprotokolle wie PROFINET, OPC-UA und IEC 60870-5 sichtbar, mitsamt Kommunikationsbeziehungen, Top-Talkern und Protokollfehlern. Passiv, ohne in die Anlage einzugreifen.

Das sind drei von zehn. Vom portablen Allegro 510 für die Außenstelle bis zum Allegro 7510 fürs Rechenzentrum deckt die Baureihe jede Größe ab.

Allegro Network Multimeter, kompakte Appliance fuer das Troubleshooting

Was Netzwerkanalyse mit Souveränität zu tun hat

Hier kommt der Punkt, der oft übersehen wird. Ein Analysegerät ist per Definition ein Gerät, das mitliest. Es verarbeitet Metadaten und teilweise Inhalte deines gesamten Netzwerkverkehrs. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur „wie gut analysiert es“, sondern auch „wo landen diese sensiblen Daten“.

Bei cloudbasierten Monitoring-Diensten ist die Antwort unbequem. Der US CLOUD Act verpflichtet US-Anbieter seit 2018, Daten auf Anordnung herauszugeben, unabhängig davon, wo auf der Welt sie liegen. Das Computermagazin c’t bringt es in seiner Titelstrecke „Raus aus den US-Clouds!“ (c’t 8/2025) auf den Punkt: Nicht der Standort der Server zählt, sondern der Firmensitz. „Der Betreiber ist gemäß US Cloud Act verpflichtet, den US-Behörden den Zugriff auf gespeicherte Daten unabhängig von deren Aufenthaltsort zu gewähren“, schreibt c’t, „dieser Durchgriff ist der Hauptgrund, die Trump-Zone zu verlassen.“ Das gilt auch für die sogenannten „Sovereign Cloud“-Angebote der großen US-Hyperscaler, solange der Mutterkonzern in den USA sitzt. Im Juni 2025 hat ein Microsoft-Manager genau das vor dem französischen Senat unter Eid bestätigt: eine Garantie gegen den Zugriff US-amerikanischer Behörden gibt es nicht. Dazu kommt der bekannte Konflikt mit der DSGVO und das Schrems-II-Urteil, dessen Kernbotschaft lautet: Architektur schlägt Vertrag.

Die Lage ist kein Nischenthema mehr. Laut der Bitkom-Studie „Digitale Souveränität 2025“ beziehen 87 Prozent der deutschen Unternehmen Digitaltechnik aus den USA, gleichzeitig vertraut nur noch jedes zweite den USA als Partner. Das BSI formuliert es nüchtern: Souveränität ist nicht gleich Autarkie, aber die Kontrolle über die eigenen Daten muss man sich aktiv erarbeiten.

Beim Allegro ist diese Kontrolle eingebaut. Das Gerät arbeitet on-premises. Alle Metadaten und Statistiken liegen im Arbeitsspeicher des Geräts und werden beim Neustart gelöscht, der Ringpuffer liegt auf internen Platten. Das ist kein Marketingversprechen, sondern fiel schon dem Tester der iX auf: Das Gerät speichere Netzwerkinformationen im Standard nicht dauerhaft, und das „bietet Vorteile in Bezug auf den Datenschutz“ (iX 8/2022). Es braucht keine Cloud-Anbindung, um zu funktionieren. Deine Verkehrsdaten verlassen dein Netz nicht. Und weil die Analyse rein passiv läuft, kann über die Monitor-Ports nichts eingespeist oder gesteuert werden. Für die DSGVO ist das genau die Datenresidenz, die du dir wünschst: die Daten bleiben dort, wo sie entstehen.

Allegro x510: 4U-Rack-Appliance, entwickelt in Leipzig

Made in Leipzig: warum Herkunft ein Sicherheitsmerkmal ist

Allegro Packets ist ein deutsches Unternehmen aus Leipzig, gegründet 2014. Der Allegro Network Multimeter wird nach Herstellerangabe zu 100 Prozent in Leipzig entwickelt, und auch der Support kommt von dort. Das ist nicht nur Lokalpatriotismus. Herkunft entscheidet über Jurisdiktion: ein in Deutschland entwickeltes, on-premises betriebenes Gerät unterliegt keinem fremden Zugriffsrecht über deine Verkehrsdaten.

Glaubwürdig ist der Allegro auch fachlich. Er wurde mehrfach unabhängig getestet, unter anderem von heise (iX und c’t) und vom Fachmagazin IT-Administrator. Im jüngsten iX-Test der Firmware 4.1 (iX 1/2024) überzeugten laut Redaktion „erneut die intuitive Anwendung und das schnelle GUI“. Bemerkenswert für das Datenschutz-Thema ist dort die PCAP-Anonymisierung: Das Gerät ersetzt MAC- und IP-Adressen in Mitschnitten konsistent durch Dummy-Werte, bevor man die Aufzeichnung mit externen Dienstleistern teilt, von der iX als „echter Mehrwert“ bewertet. Auf der Interop Tokyo 2024 wurde ein Allegro-Modell mit einem Best-of-Show-Award ausgezeichnet, und Allegro Packets ist Teilnehmer der Allianz für Cybersicherheit des BSI. Zu den Anwendern zählt der Hersteller Namen wie Swisscom, die Erste Bank, den Automobilzulieferer Denso und die TU Graz. Das ist die Art von Referenz, die zeigt: hier geht es um Produktionsumgebungen, nicht um ein Laborgerät.

Wahlfreiheit statt Abhängigkeit

Bei messkom geht es uns nicht um die Parole „nur noch europäisch“. Es geht um Wahlfreiheit: Du sollst selbst entscheiden können, wie viel Unabhängigkeit zu deiner Strategie passt. In der Netzwerkanalyse ist der Allegro genau die europäische Antwort, wenn Souveränität für dich zählt. Du bekommst ein Spitzengerät und behältst die Hoheit über deine Daten, beides zusammen.

Wenn du tiefer ins Thema einsteigen willst, lies auch unseren Beitrag zur digitalen Souveränität, in dem wir das ganze messkom-Portfolio aus diesem Blickwinkel betrachten.

Als deutschsprachiger Allegro-Partner begleiten wir dich von der Beratung über die Modellwahl, vom portablen 510 bis zum großen x510 fürs Rechenzentrum, bis zur Inbetriebnahme. Du willst den Allegro erst im eigenen Netz sehen? Frag uns nach einer Teststellung, dann richten wir dir das passende Gerät ein.

Lieber schauen oder hören?

Das Allegro Network Multimeter gibt es auch als Video und als Podcast-Folge aus unserer Reihe „messen statt raten“. In gut fünf Minuten erklärt oder zum entspannten Zuhören.

Das Infovideo: die Blackbox fürs Netzwerk

Der Podcast: zum Mitnehmen

Quellen und weiterführende Links

  • iX 8/2022, „Netzwerkmanagement-Test: LAN-Diagnose mit dem Network Multimeter“ (Benjamin Pfister): https://heise.de/-7144086
  • iX 1/2024, „Allegro Packets Network Multimeter im Test“ (Firmware 4.1): https://heise.de/-9544403
  • c’t 8/2025, „Raus aus den US-Clouds!“ (Peter Siering): https://www.heise.de/select/ct/2025/8/2505508480476529213
  • Bitkom-Studienbericht „Digitale Souveränität 2025“ (Februar 2025)
  • BSI, Positionspapier zur digitalen Souveränität (21. März 2025)
  • Allegro Packets, Hersteller- und Kundenangaben: https://allegro-packets.com

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Wir sind dein deutschsprachiger Allegro-Partner und richten dir das passende Modell ein, vom portablen 510 bis zum x510 fuers Rechenzentrum.